"Weiche Wand" um Flugverkehrszonen

14. Jänner 2004, 18:09
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Rund um mögliche Terrorziele soll ein Computerprogramm die Steuerung von Flugzeugen übernehmen

Seit dem 11. September 2001 gelten auch Flugzeuge als potenzielle Waffen. Doch nun könnte rund um mögliche Ziele elektronsiche Sperrgebiete errichtet werden: Forscher an der Universität entwickeln ein elektronische "Soft Wall", die verhindern soll, dass sich die Flugzeuge kritischen Gebäuden und Regionen überhaupt nähern können, berichtet der "Spiegel".

Für die "Weiche Wand" werden Flugverbotszonen festgelegt und in einer Datenbank gespeichert. Über ein Softwareprogramm wird die per GPS-Satellitensystem ermittelte Position der Maschine laufend mit den Datenbankeintragungen verglichen. Nähert sich ein Flugzeug einem elektronischen Sperrgebiet, wird der Pilot akustisch gewarnt. Wenn der Pilot nicht ausweicht, übernimmt das System die Steuerung und fliegt einen Ausweichkurs.

Pilotenvereinigung kritisch

Die amerikanische Pilotenvereinigung zeigte sich gegenüber einem System, das nicht vom Piloten beeinflusst werden könne, jedoch kritisch - Maschinen seien öfter fehlerhaft als Menschen. Und in Notsituationen könne der Pilot in der Nähe von Regierungsgebäuden oder militärischen Einrichtungen daran gehindert werden, Manöver durchführen, die das Flugzeug vielleicht retten könnten - eine Kurve könne hier den Absturz bedeuten.

Obwohl die Soft Walls technisch machbar sind, wird es wohl noch viele Jahre dauern, bis sie flächendeckend zum Einsatz kommen. Es scheitert wie so oft am Geld, denn eine Umrüstung würde nach Schätzungen der amerikanischen Luftfahrtbehörde etwa eine Milliarde Dollar kosten. (red)

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