Den ISDN-Anschluss optimal ausreizen - Handbuch hilft dabei

21. Jänner 2004, 10:25
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Von Anschlussdosen und Steckern bis zum Aufbau eines DSL-Netzes

Nach 15 Jahren ISDN in Deutschland kennt kaum noch jemand die umständliche Vollbezeichnung "Integrated Services Digital Network" - ISDN ist für rund zehn Millionen Haushalte in .de zum Alltag geworden. Allerdings ist das Verhältnis zu dieser Telefontechnik meist nicht besonders innig: Man ist froh, wenn es funktioniert. Die vielfachen Möglichkeiten, ISDN den eigenen Bedürfnissen beim Telefon- und Datenverkehr anzupassen, bleiben oft ungenutzt. Dabei ist das gar nicht so schwer, wenn man dem jetzt im Verlag Markt+Technik erschienenen Ratgeber von Hubert Zitt folgt.

Keine "Schnellbeschreibung

Entgegen dem Trend der Zeit wollte der Autor, Dozent an der Fachhochschule Zweibrücken, nach eigenem Bekenntnis in der Einleitung keine "Schnellbeschreibung" verfassen. Eingehend erläutert er erst einmal die Grundlagen der analogen Telefontechnik, nimmt Anschlussdosen und Stecker auseinander und macht den Leser mit den Spezialitäten der Telekom-Abkürzungen vertraut. Auch wenn es dann mit Kürzeln wie NTBA in die ISDN-Welt geht, denkt Zitt an die "Handwerker und diejenigen, die es noch werden wollen". Man muss nicht alle Feinheiten im Inneren einer Verteilerdose kennen, aber es ist doch für das Gesamtverständnis ganz nützlich, wenn man eine Vorstellung davon hat.

Anwendungen im Blickpunkt

Nach so viel geballter Technik stehen dann die Anwendungen im Blickpunkt. Der Autor bietet zunächst einen Überblick über Geräte und Hardware für den Anschluss ans ISDN-Netz. Dann hilft er bei der Frage, wie das alte Telefon weiter genutzt werden kann oder ob nicht ein ISDN-Telefon sinnvoller ist. Die nächste Stufe ist eine ISDN-Telekommunikationsanlage (Tk-Anlage) mit noch weit mehr Möglichkeiten - bis hin zur Umleitung der Türklingel aufs Handy. Auch ohne Tk-Anlage sollte man sich Gedanken machen über die gezielte Verwendung der Mehrfachrufnummern des ISDN-Anschlusses - hier nennt das Buch verschiedene Beispiele etwa für die Zuteilung unterschiedlicher Rufnummern für die Mitglieder einer Familie.

Das letzte Drittel des Handbuchs widmet sich dann ganz dem Computer am ISDN-Netz, wobei der Schwerpunkt auf dem Windows-PC liegt. Es wird erklärt, wie eine ISDN-Karte eingebaut wird, und welche Software sich für die Datenübertragung anbietet. Abgeschlossen wird die Reise durch die ISDN-Welt mit einem Sprung in die Breitbandtechnik DSL. Auch hier werden zunächst die technischen Grundlagen erläutert, ehe es an Feinheiten wie die Internet-Nutzung auf mehreren Computern über einen gemeinsamen DSL-Router geht . (APA/AP)

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