Pressestimme: "Unbeliebtester Präsident der Hemisphäre"

14. Jänner 2004, 07:02
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"Washington Post" befürchtet Schaden für US-Interessen

Washington - Zu dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der "Organisation amerikanischer Staaten" (OAS) in Mexiko schreibt die "Washington Post" am Dienstag:

"Der Amerika-Gipfel im mexikanischen Monterrey ist ein Beispiel dafür, wie stark sich die Beziehungen zwischen Lateinamerika und den Vereinigten Staaten seit dem letzten Treffen vor fast drei Jahren verschlechtert haben. Damals versprach ein neu eingeführter Präsident Bush, der westlichen Hemisphäre große Bedeutung zuzumessen und sein Freund Vicente Fox, ebenfalls neu im Amt, schien eine beständige Bewegung zu einer effektiven demokratischen Regierung und wirtschaftlichem Fortschritt in der Region zu symbolisieren.

Heute ist Mr. Bush das unpopulärste Oberhaupt auf dem amerikanischen Kontinent und seinen Initiativen - vom Freihandel bis zu Anti- Korruptions-Maßnahmen - wurde von unfreundlichen Präsidenten in Brasilien, Argentinien und anderenorts kräftig Widerstand geleistet. (...) Bush muss nun einen Weg finden, sein Versprechen einzulösen, bevor der negative Trend der vergangenen Jahre den US-Interessen ernsthaft Schaden zufügt." (APA/dpa)

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