Regierung bekämpft Arbeitskräftemangel

12. Jänner 2004, 21:32
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Sozialstaatssekretärin Haubner bei der UN-Bevölkerungskonferenz: Österreich reagiert mit familienpolitische Maßnahmen auf demographischen Wandel

Genf - Vor einem ungewohnten Publikum hat Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner (F) am Montag familienpolitische Maßnahmen der Regierung gelobt. Mit den Pensionsreformen der letzten Jahre, der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes, der Schaffung eines Rechtes auf Teilzeit und der jüngsten Steuerreform habe Österreich auf die Herausforderungen des demographischen Wandels reagiert, sagte Haubner bei der europäischen UN-Bevölkerungskonferenz in Genf.

Bei dieser Konferenz beraten ExpertInnen und PolitikerInnen über die Konsequenzen und Herausforderungen einer in Europa immer älter werdenden Gesellschaft.

Arbeitskräftemangel

So drohe beispielsweise trotz der derzeit noch vorhandenen Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahrzehnten die Gefahr eines Arbeitskräftemangels, meinte Haubner in ihrer Rede. Es gelte daher, die arbeitsmarktpolitischen Reserven auszuschöpfen und die Erwerbstätigkeit von Frauen und älteren Arbeitnehmern zu erhöhen. Mit der Senkung der Lohnnebenkosten für Ältere habe man in Österreich bereits darauf reagiert, so die Staatssekretärin.

Pensionsreform

Mit der im Sommer beschlossenen Pensionsreform habe man auch die besondere Situation von Frauen berücksichtigt. Dabei verwies sie auf die verstärkte Anrechenbarkeit von Kindererziehungszeiten für die Pension. Weiters bringe die Abfertigung-Neu Vorteile für Frauen, die keine längerfristigen Arbeitsverhältnisse haben. Großer Handlungsbedarf besteht für Haubner noch bei der gerechten Entlohnung von Frauen.

Mut zum Kind

Die Regierung versuche aber auch eine Politik, "die Mut zum Kind macht", zu betreiben. Dabei erwähnte sie das Kindergeld sowie die geplanten höheren Absetzbeträge für Familien im Zuge der nächsten Steuerreform. Die Familienpolitik sei das wichtigste Instrument zur Steuerung der Bevölkerungsentwicklung. (APA)

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