Airest: Mehr Geschäft am Boden

22. Jänner 2004, 19:19
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Billigairlines bringen Zusatzgeschäft in der Terminal-Gastronomie

Wien - Die Airest, Österreichs größter Airline-Caterer und Gastronomiebetreiber will vor allem in der Flughafengastronomie und bei Betriebsrestaurants wachsen, sagte Airest-Chef Georg Urbanski. Im Vorjahr setzte die Airest die je zu einem Drittel der AUA, der Lufthansa und Gate Gourmet gehört, 66 Mio. Euro um.

Trotz der Krise in der Luftfahrtbranche ist Urbanski optimistisch: Der Luftverkehr werde heuer um fünf Prozent wachsen, der Großteil dieser Zuwächse werde von den Billigairlines kommen. Bei den Low-Cost-Airlines sei zwar kein Geschäft mit dem Catering zu machen, höhere Passagierzahlen würden sich aber in Zusatzumsätzen bei der Terminal-Gastronomie niederschlagen.

Geschäft verlagert sich auf den Boden

"Die Cateringbranche erlebt derzeit einen großen Wandel, das Geschäft verlagert sich zunehmend auf den Boden", so Urbanski. Mittelfristig könnten die Billigairlines etwa 20 Prozent des Marktes erobern.

Das neue AUA-Servicekonzept, auf Kurzflügen in der Economy-Class statt des Gratisweckerls Essen gegen Bezahlung anzubieten, beschere der Airest zwar einen leichten Umsatzentgang von fünf Prozent, werde von den Passagieren aber "gut akzeptiert", meint Urbanski.

1,5 Millionen Mahlzeiten weniger

Airest liefere damit jährlich 1,5 Mio. Mahlzeiten weniger an die AUA. Ziel sei es aber, 800.000 dieser Passagiere zum Kauf von Essen und Trinken an Bord zu bewegen. Derzeit würde etwa ein Drittel der Passagiere an Bord Speisen und Getränke kaufen, dieser Anteil soll nun gesteigert werden.

Nach dem erfolgreichen Markteinstieg in Slowenien werde derzeit eine weitere Expansion in Osteuropa und Südosteuropa geprüft. Airest habe auf Flughäfen in Südosteuropa von Zagreb über Sarajewo bis Belgrad bereits Interesse für Catering und Flughafengastronomie deponiert, so Urbanski.

Auch eine Expansion nach Bratislava wird geprüft. Ende 2002 startete Airest mit der Adria Airways als Kunden in der slowenischen Hauptstadt Laibach und lieferte dort mit 50 Mitarbeitern bisher über 900.000 Mahlzeiten. In Laibach habe man sich auch für die Terminal-Gastronomie beworben, eine Entscheidung wird im Frühling erwartet. (DER STANDARD Printausgabe, 13.01.2004 APA, cr)

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