Kritik an Bushs Plänen für die US-Raumfahrt

14. Jänner 2004, 00:13
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Mondstation? Mars-Mission? Vermutete Vorschläge vielfach als Wahlkampfrhetorik abgetan

Pasadena - Der Nasa-Marsroboter "Spirit" werde Mittwoch oder Donnerstag seine Erkundungsreise über den Roten Planeten starten, teilte das Kontrollzentrum in Pasadena mit. Die Mission laufe super.

Indes sorgten George W. Bushs kolportierte Weltraumpläne, die der US-Präsident erst Mittwoch offiziell bekannt geben will, schon Montag für Kritik - primär wegen der Kosten: Die vermuteten Vorschläge wurden vielfach als Wahlkampfrhetorik abgetan. Wie berichtet, soll Bush den Bau einer Mondstation und einer bemannten Mars-Mission als Ziele erklären.

Astronomisch wären schon allein die Kosten einer bemannten Marsmission. Schätzungen gehen von rund 785 Milliarden Euro aus. Dass diese Vorschläge im Kongress eine Mehrheit fänden, wäre daher eher unwahrscheinlich.

Bushs Initiative wäre auch nicht neu. Tatsächlich griffe er Vorschläge seines Vaters George Bush auf, der als Präsident 1989 eine Mondstation und eine bemannte Marsmission bis 2019, dem 50. Jahrestag der ersten Mondlandung, vorgeschlagen hatte.(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13. 1. 2004)

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