Intel und IBM helfen gegen SCO-Klagen

19. Jänner 2004, 15:34
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Neu gegründerter Fonds soll Linux-BenutzerInnen beim Rechtsstreit helfen

Die Elektronik-Unternehmen Intel Corp. und International Business Machines Corp. (IBM) haben in den neuen Fonds eingezahlt, der Linux-Benutzer unterstützen soll, die von Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen bedroht sind, das berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Über die Höhe der Zahlungen beider Firmen wurde nichts bekannt gegeben.

Anti-SCO

Der Fonds wurde vom gemeinnützigen Industriekonsortium Open Source Development Labs (OSDL) eingerichtet. Derzeit befinden sich rund drei Millionen Dollar im Fonds. OSDL rechnet mit einer Steigerung auf insgesamt rund zehn Millionen Dollar. Auslöser für die Einrichtung des Fonds war die Ankündigung des Software-Konzerns SCO Group Inc., Lizenzgebühren für die Nutzung von Linux zu verlangen. SCO behauptet, dass Linux einen Softwarecode beinhalte, der die Urheberrechte der Firma an Unix verletze.

Vorgeschichte

SCO hat laut WSJ 1.500 Briefe an Firmen geschickt, um die Gebühren von 700 Dollar für jeden mit Linux betriebenen Server einzufordern. Im November hatte das Unternehmen ein Verfahren gegen einen bedeutenden Linux-User angekündigt, der die Lizenzgebühren nicht gezahlt hat. Im vorigen Jahr verklagte SCO bereits den IBM-Konzern weil er mit Urheberrechtsschutz belegte Softwarecodes zu Linux beigesteuert haben soll. IBM hatte die Anklagepunkte zurückgewiesen. (pte)

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