Kuba schränkt Internetzugang ein

14. Jänner 2004, 11:42
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Nur autorisierte Personen gelangen von zu Hause aus ins Netz

In Kuba ist ein Gesetz in Kraft getreten, das die staatliche Kontrolle über den Internetzugang erheblich erhöht. Wie Australian IT berichtet, können seit vergangenen Freitag nur noch staatlich autorisierte Personen, wie etwa Ärzte oder Angehörige von Regierungsbeamten, über das kostengünstige reguläre Telefonnetz von zu hause aus ins Internet. Damit will die kubanische Regierung nach eigenen Angaben dem Internetbetrug entgegenwirken.

Einschränkung

Diese Maßnahme trifft vor allem jene Kubaner, die über illegale Accounts mit am Schwarzmarkt beschafften Computern ins Netz gelangen. Ausländische Firmen und Privatpersonen sind vom Gesetz nicht betroffen, da sie zumeist über einen teureren, in Dollar zu bezahlenden Telefondienst verfügen, der von der Regelung ausgenommen ist.

Kostenfrage

Ein derartiger Telefondienst übersteigt allerdings die finanziellen Möglichkeiten der meisten Kubaner. So sind künftig noch mehr Bewohner des Inselstaates auf das staatlich kontrollierte Intranet in Schulen, Betrieben oder Ämtern angewiesen, wenn sie die verschiedenen Internet-Dienste nutzen wollen.

Big Brother

Überwacht wird das Gesetz von der staatlichen Telefongesellschaft Etecsa, die dazu mit den entsprechenden technischen Mitteln ausgestattet werden soll. (pte)

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Etecsa

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