Fans und Freunde stehen Jacko bei

14. Jänner 2004, 08:54
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Hunderte wollen vor dem Gerichtsgebäude in Santa Maria für den einstigen "King of Pop" demonstrieren - Banker machen "Kassensturz"

Los Angeles - Michael Jackson bekommt bei seinem ersten Gerichtstermin wegen des Vorwurfs des mehrfachen Kindesmissbrauchs moralische Rückendeckung von Fans, Angehörigen und Freunden. Sie wollten am Freitag zu hunderten vor dem Gerichtsgebäude in Santa Maria (Kalifornien) für den einstigen "King of Pop" demonstrieren, kündigten Vertreter von Fanclubs sowie der Familie am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles an. Zugleich wurde bekannt, dass sich mehrere Banker und Manager des angeblich verschuldeten Pop-Stars zu einem "Kassensturz" treffen wollten.

Teilnehmer der Kundgebung würden in gecharterten Bussen sowie in Privatfahrzeugen anreisen, erklärte Angel Howansky, eine Sprecherin der Pro-Jackson-Kampagne. Einzelheiten der Solidaritätsaktion sollten am Montag (Ortszeit) am Sitz der Jackson-Familie in Encino (Kalifornien) bekannt gegeben werden. Der 45-jährige Sänger muss sich am 16. Jänner erstmals vor einem Richter zu dem Vorwurf der Anklage äußern, er habe im Februar und März des vergangenen Jahres einen damals 13-Jährigen sieben Mal sexuell missbraucht.

Kaution

Jackson befindet sich gegen eine Kaution von drei Millionen Dollar (2,36 Mill. Euro) auf freiem Fuß. Bei einer Verurteilung drohen ihm mehr als 20 Jahre Haft. Der Gerichtstermin ist jedoch lediglich der kurze Auftakt eines Prozesses, der sich über Monate hinziehen kann. Jackson muss am Freitag nur formell bekunden, ob er sich schuldig oder schuldlos bekennt. Er hatte zuvor in einer Erklärung und in einem Fernsehinterview seine Schuldlosigkeit beteuert.

Ebenfalls für Montag, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, war in Beverly Hills ein Treffen von gut zwei Dutzend Buchhaltern, Managern und Bankern Jacksons geplant. Nach US-Medienberichten wollten sie klären, wie der Star das vermutlich Millionen von Dollar teure Verfahren in finanzieller Hinsicht am besten durchstehen kann.

Angesichts der enttäuschenden Verkaufszahlen auch seines jüngsten Greatest-Hits-Albums "Number Ones" (Sony Music) halten sich Gerüchte, dass Jackson in finanziellen Schwierigkeiten sei. Mit derartigen Spekulationen werde das Treffen der Banker aufräumen, kündigte der Sprecher der Jackson-Familie, Brian Oxman, an. Nach Angaben aus Branchenkreisen geht es Jackson finanziell weit besser, als bisher von manchen US-Medien behauptet.(APA/dpa)

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    Michael Jackson bekommt bei seinem ersten Gerichtstermin wegen des Vorwurfs des mehrfachen Kindesmissbrauchs moralische Rückendeckung von Fans, Angehörigen und Freunden

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