Protest gegen mögliche Räumung israelischer Siedlungen

12. Jänner 2004, 20:00
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80.000 Demonstranten in Tel Aviv - Rücktritt Sharons gefordert

Jerusalem - Mehr als 80.000 Menschen haben am Sonntag gegen eine mögliche Räumung israelischer Siedlungen in den palästinensischen Autonomiegebieten protestiert. Eine solche Räumung werde die Nation zerreißen, hieß es auf einem Plakat der Demonstranten. Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hatte erklärt, wenn in den nächsten Monaten kein Friedensabkommen mit den Palästinensern erzielt werde, werde er einen einseitigen Rückzug anordnen. Dies schließe die Räumung einiger Siedlungen ein.

Die Siedler und ihre Anhänger versammelten sich am Sonntagabend in Tel Aviv und forderten Sharons Rücktritt. Unter den Demonstranten waren auch viele junge Leute, wie der 18-jährige Matan Bahat aus der Stadt Holon. "Ich bin hier, um meinen Widerstand gegen Sharons Politik zu äußern", sagte er. "Ich bin gegen die Räumung von Siedlungen. Das wäre eine Belohnung für den Terror." Sharons Ankündigung war auch in seiner eigenen Likud-Partei auf Kritik gestoßen. (APA/AP)

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    80.000 Menschen demonstrierten gegen "eine Belohnung für den Terror"

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