Eine Vision der Überwachung

18. Jänner 2004, 20:10
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An der TU Graz arbeitet seit Ende Dezember ein neuer Vertragsprofessor für Computer Vision. Der 1967 in Saanen in der Schweiz geborene Horst Bischof forscht im Bereich der Objekterkennung, Überwachung, Biometrie, Robotik und der medizinischen Bildverarbeitung.

Bischof, der in seiner Kindheit vor allem in der Steiermark lebte, ist schon seit 2001 Gastprofessor am Institut für maschinelles Sehen und Darstellen der TU Graz, seit 2000 arbeitet er auch am Wiener Kompetenzzentrum Advanced Computer Visions (ACV) der Austrian Research Centers Seibersdorf. Forschungsaufenthalte verbrachte Bischof unter anderem in Bochum, Laibach und Palermo. Der Forscher wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: Neben dem Preis der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung 1989 und dem Siemens best presentation award 1998 erhielt er auch den Preis der Internationalen Pattern Recognition Society für die innovativste Arbeit im Jahr 2002 in Journal Pattern Recognition.

Zielsetzung der Objekterkennung ist es laut Bischof, Menschen, Dinge oder auch Szenen vor allem unter schwierigen Bedingungen wie zum Beispiel teilweiser Verdeckung, Störungen oder Änderungen in Beleuchtungsverhältnissen zu sehen. Darüber hinaus sollen Roboter entwickelt werden, die mittels bildhafter Information Lokalisierung und Navigation unter realistischen Bedingungen (also auch außerhalb des Labors) durchführen können.(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12. 1. 2004)

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