"Verlierer" nicht ausgeschlossen

12. Jänner 2004, 12:51
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Bund der Steuerzahler: Umstellung der Lohnsteuer auf Durchschnitts- Steuersätze muss nicht für jeden Arbeitnehmer von Vorteil sein

Wien - Ob es bei der Steuerreform tatsächlich nur Gewinner geben wird, wie dies die Regierung darstellt, ist aus der Sicht des Bundes der Steuerzahler noch offen. Denn die Umstellung der Lohnsteuer auf Durchschnittssteuersätze müsse nicht für jeden Arbeitnehmer von Vorteil sein. Es könnte auch Verlierer geben.

Für konkrete Berechnungen sei noch zu wenig bekannt, meinte Oliver Ginthör, Präsident des Bundes der Steuerzahler, am Sonntag im Ö3-Interview. "Wir haben jetzt keine Spitzensteuersätze, sondern Durchschnittssteuersätze, d.h. ein Durchschnittssteuersatz ist ein Satz, der für das gesamte Einkommen gilt und deshalb ist ein tieferer Durchschnittssteuersatz mit einem höheren Spitzensteuersatz vergleichbar."

Einzelne könnten dadurch auch mehr Steuern zahlen als bisher. Ginthör: "Man kann gerade bei einem neuen System nicht ausschließen, dass es auch Steuerzahler gibt, die mehr zahlen werden. Und das Wesen einer Strukturänderung ist, dass es nicht nur Gewinner, sondern eben auch Verlierer geben kann."

Positiv bewertet der Bund der Steuerzahler die Vorteile für Familien mit mehreren Kinder. Die höheren Absetzbeträge könnten einige hundert Euro pro Jahr bringen. (APA)

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