Esser will bei Mannesmann-Übernahme durch Vodafone kooperieren

27. Jänner 2000, 12:19

Düsseldorfer Chef soll nach Fusion Vorstandsposten bekommen

Berlin - Der in einem Übernahmekampf mit Vodafone AirTouch steckende Chef des Mannesmann-Konzerns, Klaus Esser, hat sich nach Vodafone-Angaben zur Zusammenarbeit bereit erklärt, falls das Kaufangebot des britischen Konkurrenten Erfolg haben sollte. Sollten mehr als 50 Prozent der Mannesmann-Aktionäre Vodafone ihre Anteilsscheine zum Tausch anbieten, habe Esser "Kooperation auf allen Gebieten" versprochen, sagte Vodafone-Topmanager Clarke Richards der Tageszeitung "Die Welt" vom Donnerstag. Dafür habe Vodafone-Chef Chris Gent dem Mannesmann-Vorstand Führungspositionen im Vorstand eines fusionierten Unternehmens angeboten.

Das Blatt zitiert Mannesmann-Sprecher Manfred Söhnlein mit der Aussage, sein Haus beschäftige sich "nicht mit einem solchen Szenario, sondern mit dem Erfolg unseres Unternehmens und der Abwehr der feindlichen Attacke".

Vodafone will Mannesmann per Aktientausch übernehmen und hat den Aktionären des Düsseldorfer Konzerns dafür eine Frist bis 7. Februar gesetzt, die möglicherweise verlängert werden kann. Die Mannesmann-Führung bewertet den Kaufversuch des Konkurrenten als feindlich; beide Telekom-Konzerne liefern sich einen millionenschweren Krieg mit Werbekampagnen und so genannten Roadshows der Managements bei Investoren. (APA)

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