Keiko ist giftig

10. Jänner 2004, 16:30
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Kadaver des "Free Willy"-Stars enthält ein halbes Kilo PCB - Umweltschützer warnen vor Bodenverschmutzung

Oslo - Vom Kadaver des in Norwegen beigesetzten Film-Wals Keiko könnte nach Einschätzung von Naturschützern eine Gefahr für die Umwelt ausgehen. Im Laufe seiner 27 Lebensjahre habe sich in Keikos fülligem Leib etwa ein halbes Kilo der hochgiftigen Chemikalie Polychlorbiphenyl (PCB) angereichert, sagte der Sprecher des norwegischen Naturschutzbundes, Kaare Olerud, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Der verwesende Star aus dem Film "Free Willy" könne die Umgebung des Grabs vergiften.

Risiko "eher theoretisch"

Olerud fügte aber hinzu, dass das Risiko eher theoretisch ist. Seine Gruppe wolle "Keikos Beliebtheit nutzen, um die Öffentlichkeit auf die Gefahren der Meeresverschmutzung durch Giftstoffe aufmerksam zu machen". Der Stoff PCB gilt als Krebs erregend.

Keiko war Mitte Dezember an einem norwegischen Fjord beigesetzt worden. Er war an einer Lungenentzündung gestorben. Der Orca-Wal hatte mehr als 20 Jahre seines Lebens in Tierparks verbracht. Nach der Filmreihe "Free Willy" wurde er im Juli 2002 in die Freiheit entlassen, blieb aber bis zuletzt von seinen Betreuern abhängig, die den sechs Tonnen schweren Zuschauerliebling häufig mit seiner täglichen Fressration von etwa 40 Kilogramm Hering füttern mussten. (APA)

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