Millionen aus China für Anlagenbauer VAI

18. Jänner 2004, 20:48
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VA-Tech-Metallurgie baut zwei neue Stahlwerke für die chinesische Benxi-Gruppe im Gesamtwert von 62 Millionen Euro

Linz/Wien - Ein starkes Finish hat VAI, die Metallurgie-Sparte der VA Tech, im Geschäftsjahr 2003 hingelegt. Dank Stahlbooms in China und Russland sind die Auftragsbücher des einstigen Sorgenkinds des Linzer Anlagenbauers gut gefüllt. Jüngste Eingänge sind zwei Feuerverzinkungsanlagen nach dem Vorbild der Voestalpine-Feuerverzinkung 3, die VAI für die chinesische Benxi-Gruppe im Gesamtwert von 62 Mio. Euro errichten wird.

Die weiteren China-Aufträge: Ein so genanntes Dressiergerüst, also eine Anlage zur Oberflächenveredelung von kaltgewalzten Stahlblechen, für die chinesische Hualing-Gruppe und Stranggießanlagen. Damit ist China für die VAI, die im Vorjahr 700 Mitarbeiter abbauen musste, der Umsatzbringer Nummer 1, aus dem kommunistischen Reich der Mitte stammen im Jahr 2003 Aufträge im Gesamtwert von 270 Mio. Euro, sagt VA-Tech-Vorstand und VAI-Chef Gerhard Falch auf STANDARD-Anfrage.

Aufträge im Wert von 200 Millionen Euro

Zusammen mit der 50 Millionen Euro schweren Modernisierung des ukrainischen Hüttenwerks Alchevsk und den Stranggießanlagen, Pfannenöfen und Walzwerken, die VAI für die britisch-niederländische Corus-Gruppe liefert, hat sich das einstige Sorgenkind der VA Tech Ende Dezember Aufträge im Wert von 200 Mio. Euro - ein Fünftel des Jahresumsatzes - gesichert.

Damit sollte die redimensionierte VAI heuer nicht nur voll ausgelastet sein, sondern auch die VA Tech ihre Ergebnisziele übertreffen. VA-Tech-General Erich Becker hatte im November für das Gesamtjahr ein "deutlich besseres" Betriebsergebnis (Ebit) als die 83 Mio. Euro des Jahres 2002 und ein positives Nettoergebnis in Aussicht gestellt. 2002 wies die VA Tech in der Bilanz einen Verlust von 93,3 Mio. Euro aus. (DER STANDARD Printausgabe, 10./11.01.2004 )ung)

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