"Eine Erfolgsgeschichte"

11. Jänner 2004, 20:59
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Drei Jahre Künstlersozialversicherungsfonds

Wien - Positiv bilanzierte Franz Morak, Kulturstaatssekretär (ÖVP) die "Erfolgsgeschichte" des Künstlersozialversicherungsfonds. Aufgrund des erwirtschafteten Überschusses gibt es eine Ausweitung. Das bedeutet, so Morak, mehr Geld für die Kunstproduktion.

Ausgegliedert aus dem Kunstbudget und finanziert durch Mittel des Bundes und über die Besteuerung von Kabelanschlüssen und Satellitenempfangseinrichtungen stellt der Fonds 5,36 Millionen Euro an Einnahmen zusätzlich für bedürftige Künstler zu Verfügung. Diesem Betrag stehen Ausgaben von 4,4 Millionen Euro (inklusive Verwaltung) gegenüber. Bis Ende 2003 wurden laut Geschäftsführer Leo Popp 7156 Anträge bearbeitet und davon 5096 angenommen.

Morak interpretiert die große Anzahl an Anträgen als Annahme des Systems durch die Künstler. Auf Kritik von Interessengemeinschaften meint Popp, er sei für die Umsetzung von Gesetzen verantwortlich und nicht für deren inhaltliche Korrektur. Die Bezieher erhalten bis dato nach Einkommen gestaffelt bis zu 72,67 Euro pro Monat an Unterstützung an die Pensionsversicherung überwiesen. Dieser Zuschuss wird auf maximal 1000 Euro pro Jahr erhöht. "Das ist auch finanzierbar", betonte Morak. Popp lobte die soziale Treffsicherheit des Fonds, welche über dem System Deutschlands liege. Bis 2010 wird mit rund 10.000 anspruchsberechtigten Künstlern gerechnet. (jam/DER STANDARD, Printausgabe, 10./11.1.2004)

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