Britisches Unternehmen der Internetpiraterie beschuldigt

27. Jänner 2000, 11:17

Webhound hat 15.000 Domainnamen aufgekauft

Suffolk - Nachdem Webhound Ltd. Internetadresssen von britischen Dörfern zu Tausenden erworben hat, wird das Unternehmen jetzt der Piraterie verdächtigt. Webhound hat 75.000 Pfund, rund 1,7 Millionen Schilling, in die Registrierung von 15.000 Dorfnamen mit der Endung "co.uk" investiert. Das Unternehmen hat bei der britischen Domainvergabestelle Nominet 5 Pfund, das sind 112,60 Schillinge, für jede Internetadresse bezahlt. Jetzt bietet Webhound den betroffenen Dörfern den Rückkauf ihrer Internetadressen zu einem Mindestpreis von 500 Pfund, rund 11.260 Schillinge, an. Das Unternehmen erwartet dabei einen Gewinn von 7,5 Millionen Pfund, rund 170 Millionen Schillinge.

Trotz der Anschuldigungen seitens empörter Politiker und Gemeindevertreter sieht sich Webhound nicht als Internetpirat, sondern eher als Vorreiter. Die Geschäftsführerin Angela Barrow bleibt dabei, dass ihr Vorgehen absolut legal gewesen sei. "Domainnamen können von jedem registriert werden. Jeder kann sich einen Namen ausdenken und die Endung "co.uk" anhängen. Wer zuerst da ist, der registriert." Der großangelegte Aufkauf kam ans Licht, als das Dorf Balfron sich als "Balfron.co.uk" registieren lassen wollte. Webhound war schneller gewesen. In Fällen wie "Marks and Spencers" hat das Gericht allerdings entschieden, dass die Domainnamen wieder an die sogenannten natürlichen Eigentümer zurückgegeben werden müssen. (pte/bbcnews)

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