Verbraucherzentrale kritisiert Telekom-Werbung als irreführend

27. Jänner 2000, 10:05

Durch Impulsänderung sind statt Einsprungen bis zu 400 Prozent höhere Gebühren möglich

Hannover - Die Verbraucherzentrale Niedersachsen kritisiert die Werbung der Deutschen Telekom zu ihrer Telefonpreissenkung am 1. Februar als "halbe Wahrheit". Die Telekom kündige für die Einwahl vom Festnetz in ihr Mobilfunknetz um 50 Prozent günstigere Preise an, tatsächlich könne der Preis aber unter bestimmten Bedingungen auch um 400 Prozent steigen, erklärten die Verbraucherschützer.

"Die Telekom verschweigt in ihrer Werbung, dass sie künftig nur noch im 60-Sekunden-Takt statt wie bisher im 7,5- oder 15-Sekunden-Takt abrechnet."

Die angekündigte Preissenkung entpuppt sich nach Meinung der Verbraucherschützer deshalb vielfach als verdeckte Preiserhöhung. Wer etwa bisher an Werktagen zwischen 09.00 und 18.00 Uhr vom Festnetz aus für eine Kurznachricht ein T-D1-Handy anrief, habe bei einer Verbindungsdauer von weniger als 7,5 Sekunden zwölf Pfennige gezahlt.

Ab 1. Februar werde das gleiche Gespräch den vollen Minutenpreis von 48 Pfennigen kosten. Billiger wird es laut Verbraucherzentrale nur bei längeren Gesprächen an Werktagen. Am Wochenende ändere sich nichts. (APA/AP)

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