SAP-Projekt "Vienna" sorgt für Wirbel

18. Jänner 2004, 20:50
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Unternehmen dementiert Spekulationen über eine Runderneuerung seiner Produkten

Frankfurt - Der deutsche Softwarekonzern SAP ist Spekulationen entgegen getreten, er plane eine grundlegende Runderneuerung seiner Produkte. Nach Angaben eines Sprechers arbeite eine Gruppe von Entwicklern zwar an einer wichtigen Weiterentwicklung der Produktplattform, doch handele es sich um einen normalen Vorgang, nicht um eine Runderneuerung.

Codename "Vienna" Bereits seit Monaten kursieren im SAP-Umfeld Gerüchte, das Unternehmen arbeite an einer bahnbrechenden Neuerung. Immer wieder tauchte dabei "Vienna" als Codename auf. Die Spekulationen reichten von einem Nachfolger für das Kernprodukt R/3 bis hin zu einer Ablösung der erst vor einem Jahr vorgestellten Integrationsplattform "NetWeaver".

In Wirklichkeit handelt es sich laut "Handelsblatt" bei "Vienna" - den Codenamen gibt es tatsächlich - um eine Gruppe von Entwicklern, die in Studien herausfinden will, wie eine künftige SAP-Produktlandschaft aussehen kann.

Im Gegensatz zu der normalen Weiterentwicklung schaut "Vienna" - das Projekt ist direkt bei Vorstandsmitglied Peter Zencke aufgehängt - etwas weiter in die Zukunft. Dabei fließen aber Erkenntnisse aus dem "Vienna"-Projekt bereits in die aktuelle Produktentwicklung ein.

Enterprise Services Architecture

"Vienna" ist damit Teil der von SAP im vergangenen Jahr angekündigten Strategie, über eine so genannte Enterprise Services Architecture die komplexen SAP-Produkte in flexiblere Bausteine zu zerlegen. Das soll sowohl den Integrations- als auch den Updateaufwand für die Kunden aber auch die SAP selbst reduzieren. (APA)

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