Bemannte US-Mondfahrt und Marsmission

12. Jänner 2004, 20:11
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Kommende Woche will Bush laut NASA ehrgeizige Pläne vorstellen - unter anderem ein neues "Weltraumflugzeug"

Washington - Der Erfolg der Marsmission hat US-Präsident George W. Bush zu weiteren ehrgeizigen Weltraumplänen beflügelt: Laut der US-Raumfahrtbehörde NASA könnte die bemannte Mondfahrt nach dem Willen des Präsidenten in gut zehn Jahren wieder aufgenommen werden und der Erdtrabant einmal als Sprungbrett für die erste bemannte Raumfahrt zum Mars dienen. Details zu diesen Plänen will Bush kommende Woche verkünden.

Gemäß den neuen Weltraumplänen sollen laut NASA die derzeitigen Space-Shuttles gegen 2010 stillgelegt werden und das Engagement der USA an der Internationalen Raumstation ISS nach deren Fertigstellung im Jahr 2013 abnehmen. Für die Versorgung der ISS will die NASA ein Weltraumflugzeug konstruieren, dessen Prototyp bis 2008 fertig gestellt sein könnte. Damit könnten später auch der Mond und der Mars erreicht werden. Einem Sprecher zufolge stammen diese Pläne aus der gemeinsamen Feder von US-Vizepräsident Dick Cheney, dem NASA-Chef Sean O'Keefe, Vertretern des Verteidigungsministeriums und anderer Regierungsbehörden.

Finanzierung

Die Kosten dafür konnte die NASA noch nicht beziffern. Das Jahresbudget 2004 im Umfang von 15,5 Milliarden Dollar (rund zwölf Milliarden Euro), das derzeit beim Kongress zur Bewilligung liegt, würden dafür aber nicht ausreichen, hieß es. Sollte Bushs neues Weltraumprogramm genehmigt werden, wäre dies das ehrgeizigste Projekt seit den Zeiten von John F. Kennedy. Der damalige Präsident hatte 1961 versprochen, vor 1970 den ersten Mann zum Mond fliegen zu lassen.

Die Verkündigung seiner bahnbrechenden Pläne behielt sich Bush der NASA zufolge für kommenden Mittwoch vor. An dem Tag soll auch "Spirit" endlich von seiner Landeplattform rollen. Bush gratulierte den Wissenschaftern für den bisherigen Erfolg der Mission. Dank der großartigen Arbeit der NASA-Mitarbeiter bleibe Amerika führend in der Erkundung und Entdeckung der Welt. Nach dem tragischen Verlust der Raumfähre Columbia mit sieben Astronauten an Bord vor fast einem Jahr gewann die NASA durch die Marsmission wieder an Selbstvertrauen. (APA)

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