US-Fernsehfreak droht Kabelfirma mit Klage wegen seiner "Sucht"

16. Jänner 2004, 13:19
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TV-Unternehmer sei auch verantwortlich für Gewichtszunahme seiner Frau

Ein chronischer Fernsehglotzer in den Vereinigten Staaten hat mit einer Klage gegen seine Kabelfirma gedroht, weil diese für seine "Sucht" verantwortlich sei. Wie Regionalzeitungen im US-Bundesstaat Wisconsin am Donnerstag berichteten, erklärte der Mann in einer schriftlichen Beschwerde bei der Polizei, das Unternehmen Charter Communications sei auch schuld daran, dass seine ebenfalls "fernsehsüchtige" Frau 23 Kilo zugelegt habe und seine Kinder zu "faulen Programm-Zappern" degeneriert seien.

"Kraftvolles Unterhaltungsprogramm"

Der Mann zeigte sich jedoch kompromissbereit und erklärte sich zum Verzicht auf eine Klage bereit, falls die Firma ihm 5.000 Dollar (4.000 Euro) zahle oder drei Computer schenke oder für den Rest seines Lebens kostenlosen Internet-Zugang anbiete. Ein Vertreter von Charter Communications sagte, seine Firma biete zwar ein "sehr kraftvolles Unterhaltungsprodukt" an. Dass sich der medizinische Nachweis erbringen lasse, das Programm mache süchtig, glaube er jedoch nicht.

Fernseher im Keller

Nach Polizeiangaben soll der Mann im August 1999 versucht haben, das Kabelfernsehen abzubestellen. Ihm seien zwar daraufhin keine Rechnungen mehr ausgestellt worden, doch habe er die Programme weiter bekommen. Der Mann habe daraufhin den Familienfernseher in den Keller gestellt, um die "Sucht" zu bekämpfen. Seine Frau habe den Kasten aber wieder ins Wohnzimmer gebracht. (APA/AFP)

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