Geringere Rückfallrate bei Brustkrebs

9. Jänner 2004, 11:55
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Schwedische Studie bestätigt vermindertes Risiko durch individuelle Chemotherapie

Uppsala - Eine individuell angepasste Chemotherapie senkt die Rückfallrate bei Brustkrebs. Der Wissenschafter Henrik Lindman von der schwedischen Universität Uppsala hat nun eine Methode entwickelt, mit der die Dosierung einer Chemobehandlung exakter berechnet und damit auf die Patientin besser abgestimmt werden kann. Bisher werden dazu nur Körpergröße und Gewicht berücksichtigt.

Untersuchung nach jeder Behandlung

Dies reiche jedoch nicht aus, da chemotherapeutische Wirkstoffe aus genetischen Gründen von Patientinnen unterschiedlich stark im Blut aufgenommen würden, betont Lindman. Bei dem neuen Verfahren werde die Zahl der weißen Blutkörperchen nach jeder chemotherapeutischen Behandlung bestimmt. Dadurch erhielten die ÄrztInnen genauen Aufschluss, wie die Chemotherapie auf den Körper wirke und welche Dosierung für die nächste Behandlung notwendig sei.

Den Erfolg seiner Methode konnte der Mediziner in einer Studie an 525 Brustkrebspatientinnen mit hohem Rückfallrisiko nachweisen. Die eine Hälfte der Patientinnen erhielt insgesamt neun individuell dosierte chemotherapeutische Medikamente. Die andere Hälfte erhielt dagegen eine Hochdosis-Chemotherapie mit einer anschließenden Knochenmarktransplantation. Ergebnis nach drei Jahren: Bei den Frauen mit individuell angepasster Therapie lag die Rückfallrate bei 28 Prozent - gegenüber 37 Prozent bei den anderen Patientinnen. (APA/AP)

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    foto: bulls
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