Unbegründetes Schaudern

9. Jänner 2004, 21:23
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Die seltene "Grüne Huschspinne" ist die deutsche Spinne des Jahres 2004

Berlin - Die "Grüne Huschspinne" ist die Spinne des Jahres 2004. Das leuchtend grasgrün gefärbte Tier ist nach Angaben des zuständigen Kuratoriums eine Seltenheit in Deutschland und war hier lange Zeit einzige Vertreterin der Riesenkrabbenspinnen, die sonst nur in den Tropen und Subtropen vorkommen. Inzwischen habe sich aber eine weitere Art in deutschen Gewächshäusern angesiedelt.

Mit der Wahl solle auf eine nützliche und harmlose Tiergruppe hingewiesen werden, die bei vielen Menschen unbegründet ein Schaudern hervorrufe, begründete das Kuratorium aus Spinnenforschern am Freitag seine Wahl. Damit werde auch zum Schutz der Umwelt aufgerufen.

Gewebe als Schutz für den Unterschlupf

Die wärmeliebende "Huschspinne" (Micrommata virescens), die an sonnigen Waldrändern und in lichten Laubwäldern zu finden ist, frisst mit Vorliebe Insekten, denen sie auflauert. Die Weibchen werden bis zu 15 Millimeter groß, die Männchen sind etwas kleiner. Die "Grüne Huschspinne" mit den acht Augen und ebenso vielen Beinen baut kein Netz, sondern spinnt ein Gewebe als Schutz für den Unterschlupf.

Durch ihre Färbung verschmilzt die Spinne perfekt mit ihrer Umgebung und ist selbst von Nahrung suchenden Vögeln nur schwer zu erkennen. Weltweit sind derzeit mehr als 30.000 Spinnenarten bekannt. Spinnen tragen nach Angaben der Spinnenfreunde aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zum biologischen Gleichgewicht bei. (APA/dpa)

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