Krankmachende E-Mails vom Chef/der Chefin

9. Jänner 2004, 00:35
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"Aggressive" Internetpost lässt den Blutdruck beträchtlich steigen

London - Böse E-Mails vom Chef/der Chefin können Untergebene krank machen. Zu diesem Schluss gelangt eine Studie des Buckinghamshire Chilterns University College, wie die BBC am Donnerstag berichtete.

Nach den Ergebnissen steigt der Blutdruck beträchtlich bei Angestellten, wenn sie "aggressive" Internetpost von Vorgesetzten bekommen, was auf lange Sicht die Gesundheit gefährde. An der Untersuchung hatten 48 freiwillige Probanden teilgenommen, deren Blutdruck gemessen wurde, während sie ihre täglichen E-Mails sichteten.

"Kontraproduktiv"

Professor Cary Cooper zog nach den Angaben aus der Untersuchung die Erkenntnis, dass sich rüde Bildschirmpost von Managern "kontraproduktiv" auswirke. Niemals sollte jemand auf diesem Wege gefeuert oder gezüchtigt werden. "Bosse machen das nur, weil sie zu viel Angst davor haben, einem die Nachricht ins Gesicht zu sagen."

E-Mails würden immer mehr zu einer Quelle für Stress, ergänzte der Professor und sagte: "Ich habe einmal mit jemandem gesprochen, der sagte, er habe sich nach einem zweiwöchigen Urlaub davor gefürchtet, seine E-Mails zu öffnen." (APA/dpa)

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