Software AG zahlt auch für 2003 wohl keine Dividende

15. Jänner 2004, 11:33
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Verlust nach Steuern angekündigt

Die Darmstädter Software AG wird nach den Worten von Vorstandschef Karl-Heinz Streibich voraussichtlich auch für 2003 keine Dividende ausschütten. "Das ist noch nicht entschieden, aber ich denke, das wird der Fall sein", sagte Streibich in einem Interview der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe) auf die Frage nach einem möglichen Ausfall einer Dividende.

Bereits für das Geschäftsjahr 2002 waren die Aktionäre leer ausgegangen. Der zweitgrößte Softwarehersteller in Deutschland nach SAP hatte Anfang Dezember für 2003 auf Grund hoher Restrukturierungskosten einen Verlust nach Steuern angekündigt.

"Bei einer ordentlichen Unternehmensführung, wie ich sie verstehe, sollte die Dividende aus dem im Jahr erwirtschafteten Gewinn gezahlt werden, nicht aus der Substanz", ergänzte Streibich. Nach dem Abschluss der Restrukturierung rechnet die Software AG nach seinen Worten 2004 mit einem Ende des drastischen Umsatzrückgangs bei dem Unternehmen. "Im neuen Jahr wird es für uns zunächst darum gehen, den Umsatzrückgang zu stoppen."

Wie andere Software-Häuser hat die Software AG nach den durch die Euro-Umstellung und den Jahrtausend-Wechsel ausgelösten Boomjahren mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen, was in den vergangenen beiden Jahren zu einer massiven Kürzung der Belegschaft geführt hatte. Die Software AG hatte im Zuge der Neuausrichtung Kündigungen angekündigt, die größtenteils die Mitarbeiter in Deutschland treffen. Für die Neuausrichtung erwartet die Software AG Kosten von 13 bis 17 Mio. Euro. (APA)

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