Belegschaft steht einstimmig zu Unternehmen

11. Jänner 2004, 19:21
1 Posting

Mitarbeiter erwägten vorzeitigen Austritt zur Wahrung ihrer finanziellen Ansprüche - Nächste Betriebsversammlung am 21. Jänner

Gänserndorf - Die Beschäftigten des vom Konkurs bedrohten Safariparks Gänserndorf stehen weiter zu ihrem Unternehmen. Keiner der 64 Beschäftigten hat bei der Betriebsversammlung am Donnerstag seinen vorzeitigen Austritt erklärt. Die Mitarbeiter hätten sich bereit erklärt, die Frist für die vom Land Niederösterreich zugesagte Prüfung des Sanierungskonzeptes abzuwarten. Das zeige, wie sehr allen an der Fortführung des Betriebes gelegen ist, sagte Geschäftsführer Georg Scheifinger.

AKNÖ-Vizepräsident Roland Sperk führte aus, dass die Beschäftigten über die rechtliche Situation informiert worden seien. Nach der Versicherung, dass ihre finanziellen Ansprüche abgesichert seien, egal welches Szenario (Fortführung oder Konkurs, Anm.) eintritt, fiel die Entscheidung zum "Durchhalten" einstimmig. Sperk betonte neuerlich die unglaubliche Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Betrieb und ihr Engagement für die zu betreuenden Tiere.

Deadline

Deadline ist nun der 21. Jänner. An diesem Tag soll gemeinsam mit der AKNÖ eine weitere Betriebsversammlung abgehalten werden. Grund für diesen Termin ist laut Sperk, dass Tierschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi bis zum 16. Jänner über das Sanierungskonzept entscheiden will. Bei einer Zustimmung sollen 200.000 Euro Förderung (über Eco Plus) fließen. Sollte das Konzept jedoch abgelehnt werden, bliebe Zeit, die Zahlungsunfähigkeit zu erklären, so dass bis zum 21. Jänner bereits ein Masseverwalter eingesetzt werden könnte.

Gefordert wurde weiters, dass die Auszahlung der seit knapp fünf Monaten ausständigen Gehälter an erster Stelle stehen müsse. Sperk berichtete von einzelnen "extremen Härtefällen". Deshalb sei vereinbart worden, Teile der zu Weihnachten eingegangenen Spendengelder für jene als Überbrückungshilfe einzusetzen, die finanziell an der untersten Grenze angelangt sind. Der AKNÖ-Vizepräsident, selbst im Bezirk zu Hause und dem Safaripark seit Jahren verbunden, betonte, dass die Mitarbeiter keinerlei Schuld an der wirtschaftlichen Situation des Safariparks treffe. (APA)

Share if you care.