Frau Doktor, eine seltene Ehre in Österreich

8. Jänner 2004, 19:28
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Immer mehr Frauen studieren, doch nur gut ein Drittel der Promovierten sind weiblich

Köln - In den letzten 20 Jahren ist in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Bildungsbeteiligung der Frauen stark gestiegen. Von den 18- bis 21-Jährigen beginnen in einigen Ländern inzwischen mehr junge Frauen ein Studium als Männer. Besonders Skandinavien ist hier Vorreiter: Der Anteil der Hochschulabsolventinnen an allen AbgängerInnen liegt schon bei etwa 60 Prozent.

DoktorInnen immer noch selten

Bei der DoktorInnenwürde hört in Österreich die Gleichberechtigung noch immer auf: Nur gut ein Drittel aller DoktorInnentitel geht an Frauen. Damit liegt Österreich im EU-Vergleich auf einem der hinteren Plätze, wie aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln hervorgeht.

In Italien und Portugal dagegen stellen Frauen mehr als die Hälfte aller DoktorInnen. Und auch in Frankreich und Großbritannien ist der Frauenanteil bei Promotionen deutlich höher. Noch seltener als in Österreich setzten sich Frauen den DoktorInnenhut nur in Belgien und den Niederlanden auf. (red)

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