Umfrage in 51 Staaten bestätigt weit verbreitete Terrorangst

9. Jänner 2004, 16:23
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Menschen auch über wirtschaftliche Situation besorgt - Größerer Optimismus in den USA

Genf - Ein großer Teil der Weltbevölkerung hat deutliche Angst vor Terroranschlägen und sieht eine wachsende wirtschaftliche Unsicherheit. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup unter 43.000 Personen in 51 Ländern habe fast die Hälfte (48 Prozent) die Ansicht vertreten, dass die nächste Generation in einer unsicheren Gesellschaft leben werde, teilte der Auftraggeber der Umfrage, das Weltwirtschaftsforum (WEF), am Donnerstag in Genf mit.

Die meisten Menschen glaubten, dass sie keinerlei Einfluss auf die wirtschaftlichen, politischen oder sozialen Faktoren haben, die ihr tägliches Leben beeinflussen. Sie fühlten sich "unsicher, machtlos und hoffnungslos", heißt es in dem Bericht. Die Interviews wurden Ende November und Dezember vergangenen Jahres geführt und spiegeln nach WEF-Angaben die Meinung von mehr als 1,1 Milliarden Menschen wider.

Sorge um Zukunft

Die Sorge um die Zukunft der nächsten Generation ist mit 64 Prozent in Westeuropa am größten, während in Afghanistan, Pakistan und Indien rund die Hälfte der Ansicht ist, dass es der nächsten Generation besser gehen wird. Viele glauben aber auch, dass die wirtschaftliche Lage in ihren Ländern schlechter ist als noch vor zehn Jahren. In Deutschland haben 77 Prozent diesen Eindruck, in der Schweiz sind dies 65 Prozent.

In den USA herrscht dagegen größerer Optimismus: 45 Prozent dort sagen, dass es ihnen und ihrer Familie wirtschaftlich besser geht als vor zehn Jahren. 40 Prozent bezeichnen ihre nationale Sicherheit als gut, was aber nur 24 Prozent auch für die internationale Sicherheit bejahen. (APA/dpa)

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