Ferrero, Ferrero, Ferrero - Ferrero?

8. Jänner 2004, 18:32
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Immer mehr VP-Rückhalt für die Außenministerin, bloß Schüssel will nichts sagen - Von einem/r QuereinsteigerIn sei "nichts bekannt"

Wien - Innerhalb der ÖVP mehren sich prominente Stimmen für Außenministerin Benita Ferrero-Waldner als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl. Nach dem Ministerrat ließen am Donnerstag Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka deutliche Präferenzen für Ferrero-Waldner erkennen. Parteiobmann Bundeskanzler Wolfgang Schüssel reagierte auf diese Diskussion betont gelassen und verwies darauf, dass er seinen Vorschlag am 15. Jänner im Parteivorstand machen werde.

Ausgezeichnet!

Für Rauch-Kallat wäre Ferrero-Waldner eine "ausgezeichnete Kandidatin". Als Frauenministerin aber auch persönlich würde sie sich sehr freuen, wenn Ferrero-Waldner vorgeschlagen würde. "Meine Stimme hat sie", ließ Rauch-Kallat keine Zweifel offen.

Exzellent!

Bartenstein meinte, Ferrero-Waldner sei eine "exzellente Außenministerin". Sie könnte "andere Ämter ebenso exzellent ausfüllen". Auf die Frage, ob das auch für das Amt des Bundespräsidenten gelte, sagte der Wirtschaftsminister, "das überlasse ich ihrer Interpretation".

Wärme!

Kukacka wünscht sich eine Frau als Kandidatin, die über "internationale Reputation verfügt" und "soziale Wärme ausstrahlt". Die Frage, ob Ferrero-Waldner dieses Anforderungsprofil erfülle, bejahte der Staatssekretär.

Gescheit!

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer betonte zwar, dass sie den Parteigremien nicht vorgreifen wolle. Sie bekräftigte aber, dass eine Frau als Kandidatin "gescheit" wäre. Gehrer verwies darauf, dass 52 Prozent der Bevölkerung Frauen seien und deshalb auch an der Spitze des Staates eine Frau stehen sollte.

ÜberraschungskandidatIn?

Ein/e ÜberraschungskandidatIn wird unter den ÖVP-Ministern offenbar als unwahrscheinlich betrachtet. Innenminister Ernst Strasser erklärte auf eine entsprechende Frage: "Sie hören das Gras wachsen, obwohl es schneit." Rauch-Kallat und Kukacka erklärten übereinstimmend, ihnen sei von einem/einer ÜberraschungskandidatIn "nichts bekannt". (APA)

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    Trotz mehrfacher Unterstützungs- Erklärungen von ÖVP-Politikern steht die Kandidatur von Benita Ferrero-Waldner für die BundespräsidentInnen- Wahl noch immer in den Sternen. (Im Bild: Die Sternsinger besuchten die ÖVP bei der Arbeitsklausur auf dem Wiener Wilheminenberg)

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