IT-Dienstleister glauben an bessere Geschäfte

15. Jänner 2004, 11:32
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Besserung der Arbeitsmarktlage aber noch nicht in Sicht

Die "Dienstleister der Informationsgesellschaft" glauben an steigende Umsätze und Erträge im ersten Quartal des laufenden Jahres. Wie eine Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW in Mannheim ergeben hat, rechnet die Mehrheit der Unternehmen damit, dass die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen in Q1 steigen wird. Dies sollte sich positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken. Eine Erholung der Arbeitsmarktlage zeichnet sich dagegen noch nicht ab.

1.000 Unternehmen befragt

Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage, die das ZEW und der Verband der Vereine Creditreform im November und Dezember bei rund 1.000 Unternehmen durchgeführt haben. Im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft wurden Dienstleister der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie so genannte wissensintensive Dienstleister wie Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Architekten oder Werbeagenturen zusammengefasst.

Generell war die Lage für die Branche bereits im dritten und vierten Quartal des vergangenen Jahres zumindest stabil, wobei sich die einzelnen Branchen unterschiedlich entwickelten. Die dynamischste Umsatzentwicklung verzeichneten im Schlussquartal 2003 die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Auch EDV-Dienstleister blicken auf ein positives Q4 zurück. Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen ist im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal stark angestiegen.

Keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt - im Gegenteil

Die relative positive Lage hat aber noch keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt - im Gegenteil. So wurden im vierten Quartal 2003 mehr Arbeitskräfte entlassen als eingestellt. Am meisten wurde Personal bei Architekten, Werbeagenturen und Telekommunikationsdienstleistern abgebaut. Für das erste Quartal 2004 erwarten die Unternehmen im Durchschnitt eine gleich bleibende Beschäftigtenzahl. "Solange die Unsicherheit darüber fortbesteht, ob die auflebende Konjunktur in einen nachhaltigen Aufschwung übergehen wird, scheuen die Unternehmen vor Neueinstellungen zurück", schreibt das ZEW. (pte)

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ZEW

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