Noch lange nicht ausgedämpft

13. Jänner 2004, 14:19
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FAO-Studie: Weltweit steigt der Tabakkonsum, in den Industrieländern wird er fallen

Rom - Der weltweite Tabakkonsum wird in diesem Jahrzehnt weiter steigen, wobei jedoch die Zahl der Raucher in den Entwicklungsländern wachsen und in den Industrieländern fallen wird. Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag in Rom veröffentlichte Studie der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) mit Sitz in Rom. Demnach wird es bis 2010 weltweit 1,3 Milliarden Raucher geben, nach 1,1 Milliarden im Jahr 1998.

Dank Anti-Rauch-Kampagnen sei die Zahl der Tabakkonsumenten in den Industriestaaten rückläufig, während es in den Ländern der Dritten Welt immer mehr Raucher gebe. Allerdings werde der globale Tabakkonsum in den nächsten Jahren langsamer zunehmen als bisher. Bedingt durch den starken Anstieg der Weltbevölkerung werde der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch sogar von derzeit 1,6 Kilogramm pro Jahr auf 1,4 Kilogramm fallen. Mit einer aggressiven Politik gegen das Rauchen ließe sich der Pro-Kopf-Verbrauch sogar weiter verringern, heißt es in dem FAO-Bericht.

Tabak werde in mehr als 100 Ländern angebaut. Die größten Anbaustaaten seien China, Indien, Brasilien, die USA, Türkei, Simbabwe und Malawi, auf die über 80 Prozent der Welttabakernte entfallen. Rund 35 Prozent der Produktion stammen aus China. Das bevölkerungsreichste Land der Erde ist mit rund 320 Millionen Rauchern auch der größte Tabakverbraucher. (APA/dpa)

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