Hongkong: Journalist mit Verdacht auf Sars im Krankenhaus

8. Jänner 2004, 14:51
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Hatten aus Südchina über Sars-Patient berichtet

Zwei neue Sars-Verdachtsfälle nicht bestätigt

Peking/Hongkong (APA/dpa) - Nachdem der erste Sars-Patient geheilt aus dem Krankenhaus entlassen wurde, lösen nun vier neue Verdachtsfälle in China Besorgnis aus. Drei Journalisten aus Hongkong und eine Kellerin in Guangzhou wurden unter Verdacht auf die gefährliche Lungenkrankheit behandelt. Bei zwei der drei Fernsehmitarbeiter bestätigte sich dieser Verdacht nicht, das Testergebnis des dritten stand zunächst noch aus. ****

Das TV-Team war kürzlich in der Provinz Guangdong, um über den ersten Sars-Fall seit dem Sommer in China zu berichten. Die Männer hatten grippeähnliche Symptome aber kein Fieber. Sie hatten verschiedene Tiermärkte besucht, und mindestens einer soll Wildtiere gegessen haben.

Die 20 Jahre alte Kellnerin hatte erste Krankheitssymptome wie Fieber am 26. Dezember gezeigt. Seit sieben Tagen sei sie jedoch fieberfrei. Das Restaurant, in dem sie arbeitet, soll nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua die als Delikatesse geltenden Schleichkatzen servieren. 48 Menschen, die mit der Kellnerin engeren Kontakt hatten, wurden und Quarantäne gestellt. Weitere 52 Menschen mit losem Kontakt werden medizinisch beobachtet.

Sechs Experten der Weltgesundheitsorganisation reisten am Donnerstag von Peking nach Guangdong, um die Herkunft der Sars- Erreger zu finden. Als Quelle der Erreger kämen Menschen, Tiere und Umwelt in Betracht, sagte der WHO-Sprecher Bob Dietz.

Es gibt nach WHO-Angaben deutliche Hinweise darauf, dass mehrere Tierarten das Sars-Virus beherbergen könnten. In China hatte bereits am Montag die Tötung von 10.000 Schleichkatzen begonnen. (Schluss) ik

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