Granatenangriff auf US-Basis

8. Jänner 2004, 22:40
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Ein US-Soldat getötet, 34 verletzt

Bagdad - Bei einem Angriff mit Granaten auf einen Stützpunkt in Bagdad ist ein US-Soldat getötet worden. 34 weitere seien verletzt, sagte ein Sprecher der Armee am Donnerstag in Bagdad. Das Verteidigungsministerium in Washington hatte zuvor von 35 Verletzten, jedoch nicht von einem Getöteten berichtet. Etwa sechs Geschoße hatten die Logistik-Basis Seitz im Westen der irakischen Hauptstadt am Mittwochabend getroffen.

Der Anschlag sei am Mittwoch kurz nach Sonnenuntergang auf einen Stützpunkt westlich von Bagdad verübt worden, sagte ein Militärsprecher in Bagdad. Nach erster Hilfe seien die Verletzten zur Weiterbehandlung vom Stützpunkt gebracht worden.

Mehrere der Verletzten seien zur medizinischen Versorgung ausgeflogen worden. Über die Schwere der Verwundungen war zunächst nichts bekannt. Die Militärbasis liegt in dem so genannten "Sunnitischen Dreieck". In diesem Teil des Irak leben besonders viele Anhänger des Mitte Dezember gefangen genommenen früheren Präsidenten Saddam Hussein.

Der irakische Regierungsrat drängt unterdessen die Vereinten Nationen nach Angaben aus New Yorker Diplomatenkreisen, eine starke Rolle beim Übergang der Macht an die Iraker zu übernehmen. In einem Brief an UNO-Generalsekretär Kofi Annan habe im Dezember der turnusgemäße Vorsitzende des Regierungsrates, Abdel Aziz Hakim, um Hilfe der Vereinten Nationen bei der Entscheidung über den Modus der Machtübernahme gebeten. Der Brief sei einer von mehreren gewesen, in dem die Iraker eine schnelle Rückkehr der UNO gefordert hätten. Annan hatte die internationalen Mitarbeiter nach dem Anschlag auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad im August aus dem Irak abgezogen. (APA/AP/dpa)

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