SPD-Zentrale in Berlin besetzt

8. Jänner 2004, 21:10
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Studenten protestieren gegen Einsparungen - Gesprächsangebot abgelehnt - Räumung angeordnet

Berlin - Eine Gruppe von etwa 30 Studierenden hat am Mittwoch einen Teil der SPD-Parteizentrale in Berlin besetzt. Die Studenten waren in das Willy-Brandt-Haus eingedrungen, um gegen die Sparbeschlüsse bei den Berliner Universitäten zu protestieren. Wie eine SPD-Sprecherin sagte, sei ein Gesprächsangebot mit der Bundesgeschäftsführung von den Studenten abgelehnt worden. Am Abend begann die Polizei mit der Räumung. Die Studenten hatten zuvor erklärt, sie würden das Willy-Brandt-Haus "nicht verlassen, bevor unsere Forderungen diskutiert und erfüllt sind".

Unter den Besetzern befand sich auch eine Gruppe von Rollstuhlfahrern. Zu den Forderungen gehörte auch der behindertengerechte Umbau des öffentlichen Personennahverkehrs.

Die SPD-Parteizentrale war bereits zum zweiten Mal ins Visier der protstierenden Studenten geraten. Seit mehreren Wochen wollen sie mit Mahnwachen, öffentlichen Vorlesungen und Demonstrationen erwirken, dass der Berliner Senat seine Sparbeschlüsse rückgängig macht. (APA/AP)

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    Seit mehreren Wochen wollen Berliner Studenten mit Mahnwachen, öffentlichen Vorlesungen und Demonstrationen erwirken, dass der Stadtsenat seine Sparbeschlüsse rückgängig macht

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