Studenten protestieren gegen Einsparungen - Gesprächsangebot abgelehnt - Räumung angeordnet
Berlin - Eine Gruppe von etwa 30 Studierenden hat am
Mittwoch einen Teil der SPD-Parteizentrale in Berlin besetzt. Die
Studenten waren in das Willy-Brandt-Haus eingedrungen, um gegen die
Sparbeschlüsse bei den Berliner Universitäten zu protestieren. Wie
eine SPD-Sprecherin sagte, sei ein Gesprächsangebot mit der
Bundesgeschäftsführung von den Studenten abgelehnt worden. Am Abend
begann die Polizei mit der Räumung. Die Studenten hatten zuvor
erklärt, sie würden das Willy-Brandt-Haus "nicht verlassen, bevor
unsere Forderungen diskutiert und erfüllt sind".
Unter den Besetzern befand sich auch eine Gruppe von
Rollstuhlfahrern. Zu den Forderungen gehörte auch der
behindertengerechte Umbau des öffentlichen Personennahverkehrs.
Die SPD-Parteizentrale war bereits zum zweiten Mal ins Visier der
protstierenden Studenten geraten. Seit mehreren Wochen wollen sie mit
Mahnwachen, öffentlichen Vorlesungen und Demonstrationen erwirken,
dass der Berliner Senat seine Sparbeschlüsse rückgängig macht. (APA/AP)