Um Ausgleich bemüht

7. Jänner 2004, 19:03
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Dabei besteht die reelle Chance, wie ein Phönix aus dem Insolvenzverzeichnis aufzusteigen

Auch 2004 kann man davon ausgehen, dass niemand gerne in Konkurs geht, schon weil Scheitern in Österreich gesellschaftlich stigmatisiert ist. Dabei besteht die reelle Chance, wie Phönix aus dem Insolvenzverzeichnis aufzusteigen. Denn was flüchtige Beobachter nicht wissen, ist, dass dieses Verfahren Unternehmen nicht unbedingt schließt und pulverisiert, sondern auch ganz legal sanieren kann - per Ausgleich oder Zwangsausgleich.

Mit einem solchen Ausgleich wollte sich die arthaus Kunsthandel Gesellschaft m.b.H. von Johanna Penz und Alois Larch entschulden - das Wiener "Neujahrsbaby" am Konkursgericht. Im Oktober 2002 ist der Messeveranstalter von Innsbruck nach Wien übersiedelt. Im Dezember 2002 wurde von der Firma die "Art Vienna" als zweite internationale Kunstmesse im "Messezentrum Wien" im Prater, veranstaltet (http://www. art-vienna.at). Im Juli 2003 hatte sie zum Ausgleich angesetzt (36 Sa 176/03z), was misslang, und ist nun mit der Geschäftszahl 1 im Anschlusskonkurs (Anmeldungsfrist bis 21. Jänner, 36 S 1/04s, HG Wien).

Am 10. Feber wird die Wiener Textilkette HASIBUTZ Handelsges.m.b.H. den Zwangsausgleich beantragen, die Standorte Taborstraße, Meidlinger Hauptstraße, Jägerstraße, das Lager in Kaltenleutgeben und das Büro in der Theobaldgasse sind zu schließen (4 S 434/03f, HG Wien).

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    foto: photodisc
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