Tierschutzverein rät zur Schwanenfütterung

12. Jänner 2004, 21:23
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Im Gegensatz zu Enten finden sie an den zugefrorenen Gewässern nicht genügend Nahrung

Wien - Große Ernährungsprobleme bereitet das eisige Wetter den Wiener Schwänen. Die Wasservögel finden an den zugefrorenen Gewässern nicht genügend Futter. Um eine Situation wie im vergangenen Jahr zu vermeiden, als völlig entkräftete Jungschwäne während des Winters im Tierschutzhaus betreut werden mussten, rief der Wiener Tierschutzverein am Mittwoch in einer Aussendung dazu auf, die Vögel zu füttern.

Die Enten und Blesshühner sind bei der Suche nach Essbarem flexibler als die weißen Großvögel, weshalb die Situation der Schwäne bedrohlicher sei, meinte Markus Hübl vom Tierschutzverein. Da von Oktober bis März das Fütterungsverbot für Wildtiere ausgesetzt ist, appellierte er an die Tierfreunde, den Schwänen in dieser Notsituation mit adäquatem Futter unter die Flügel zu greifen.

Was geeignet ist

Dazu zählen neben Mais und Salat auch trockenes Brot und Hundeflocken. Wichtig sei, dass alles im Wasser "serviert" werde. Zum einen entspräche dies dem natürlichen Verhalten der Schwäne und zum anderen könne man auf diese Weise verhindern, dass Ratten angelockt werden.

Hauptproblem der Jungschwäne sei, dass sie im Winter von den Größeren vertrieben werden, wenn sie versuchen, Fressen aufzunehmen. Wenn aber die Tierfreunde auf den Plan treten, verteilt sich das Futter gleichmäßig auf alle Wasservögel, war Hübl überzeugt: "Da wird genau überprüft, wer schon etwas hatte."(APA)

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