Blick ins Innere mittels Laser

12. Jänner 2004, 13:22
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Technologie bereits in der Medizin angewandt - Linzer Projekt soll sie auch auf die Materialforschung ausweiten

Linz - Berührungsloser Einblick in verschiedenste Materialien und Bauteile mittels Laser - daran arbeiten zur Zeit die Wissenschafter der Upper Austrian Research (UAR), der Forschungsgesellschaft des Landes Oberösterreich, mit acht internationalen Partnern. Das Projekt wird mit 1,5 Mill. Euro durch die EU gefördert - "ein Musterbeispiel dafür, dass wir mit bahnbrechenden Projekten EU-Gelder lukrieren können" freut sich Technologie-Landesrat Viktor Sigl (V).

In der Medizin liefert das Verfahren bereits seit längerer Zeit wertvolle Einblicke in den menschlichen Körper. Künftig sollen aber nicht nur Knochen und innere Organe unter die Lupe genommen werden, sondern auch Flugzeug-Tragflächen, Spritzgussteile und dergleichen.

"Unerschöpfliches Potenzial" sehen Entwicklungsleiter David Stifter und UAR-Geschäftsführer Otmar Höglinger in ihrer neuesten Forschungsarbeit. Und so funktioniert die Technologie der "Optischen Kohärenz-Tomographie", kurz OCT genannt: Ein spezieller Pulslaser wird durch den zu untersuchenden Gegenstand geschickt und von diesem reflektiert. Ein Computer analysiert die Daten und stellt das Innenleben der Objekte bildlich dar. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. (APA)

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