TPSA wegen Missbrauchs der Monopolstellung verurteilt

14. Jänner 2004, 10:15
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France Telecom-Tochter habe Zusammenarbeit mit Internet-Providern in Polen verweigert

Die polnische Telefongesellschaft Telekomunikacja Polska SA (TPSA), die mehrheitlich der französischen France Telecom gehört, ist wegen Missbrauchs ihrer Monopolstellung auf dem polnischen Internet-Markt am Dienstag von der Warschauer Kartellbehörde UOKiK (Urzad Ochrony Konkurencji i Konsumentow) zu einem Strafgeld von umgerechnet 4,3 Mio. Euro verurteilt worden. Wie französische Medien berichteten, hat sich TPSA geweigert, mit unabhängigen Internet-Providern Konzessionsverträge zu schließen.

TPSA sieht Schuld bei Regierung

TPSA wälzte die Schuld für diese Lage auf die Regierung ab, die eine entsprechende Verfügung erst am 8. Dezember erlassen habe. Danach habe TPSA "unmittelbar" ein Angebot an die Provider vorgelegt, hieß es. TPSA gehört zu 47,5 Prozent France Telecom (33,9 Prozent) und ihrem polnischen Partner Kulczyk Holding (13,6 Prozent). France Telecom ist an der Übernahme von weiteren 3,97 Prozent des Kapitals interessiert.

Die polnische Telefongesellschaft hat mehr als 10 Mio. Abonnenten im Festnetz und 5,1 Mio. Handy-Kunden bei ihrem Mobilfunkbetreiber Idea/Centertel. Die Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2003 einen Nettogewinn von 101,5 Mio. Euro und einen Umsatz von 2,1 Mrd. Euro.(APA)

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