91-Jähriger erhielt Einberufungsbefehl zum Heer

8. Jänner 2004, 19:49
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Militärkommando Oberösterreich spricht von Irrtum

Linz/Salzburg - Ein 91-Jähriger aus Oberösterreich erhielt einen Einberufungsbefehl des Bundesheeres, wie die Oö. Rundschau in ihrer Mittwoch-Ausgabe berichtete. Das Militärkommando Oberösterreich teilte in einer ersten Reaktion mit, es handle sich um einen Irrtum, dieser Einberufene müsse nicht einrücken. Der verschickte Einberufungsbefehl habe nämlich in Wahrheit einem 18-Jährigen mit gleichem Vor- und Familiennamen gegolten. Der Brief sei aber vermutlich durch einen Irrtum der Post dem falschen Adressaten zugestellt worden. Diesem wurde darin mitgeteilt, dass er sich am 7. Jänner beim Pionierbataillon 2 in der Kaserne Wals in Salzburg einzufinden habe. Dort werde er seinen achtmonatigen Grundwehrdienst entweder in der Brückenkompanie oder in der technischen Kompanie ableisten, jedenfalls werde er eine "umfassende Ausbildung zur Unterstützung des Heeres im Katastrophenfall" erhalten.

"Ich ruck nimmer ein"

Die erste Reaktion des 91-Jährigen: "Ich ruck nimmer ein, ich war eh schon dabei". Der Mann war Soldat im Zweiten Weltkrieg. "Wir haben dem Senior schon mitgeteilt, dass er natürlich nicht einrücken muss. Ganz bürokratisch gesehen braucht er auch laut Gesetz keinen Wehrdienst leisten, wenn er acht Monate in einem fremden Heer gedient hat", stellte dazu der Oberst des Öberösterreichischen Militärkommandos fest. Der junge Mann, der mit dem Einberufungsbefehl wirklich gemeint war, sei von seiner Wehrpflicht rechtzeitig informiert worden und auch am Mittwoch in Salzburg eingerückt. (APA)

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