Wintereinbruch im südosten Europas

8. Jänner 2004, 19:28
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Zahlreiche Menschen erforen - Über 2.000 Dörfer in der Türkei eingeschneit

Hamburg - Eis und Schnee haben am Mittwoch vor allem im Südosten Europas zu starken Verkehrsbehinderungen geführt und mehrere Menschen das Leben gekostet. In der Türkei erfroren mindestens drei Menschen. Die Leichen wurden in Istanbul, Izmir und Kayseri gefunden, wie der türkische Nachrichtensender NTV berichtete. In Tschechien wurden nach Rundfunkberichten zwei Männer im Alter von 55 und 73 Jahren erfroren aufgefunden.

Dörfer eingeschneit

In der Türkei sind nahezu 2.500 Dörfer eingeschneit. Auch in der Hauptstadt Ankara und in Istanbul wurde der Verkehr durch Schnee- und Eisglätte erheblich behindert. Eine Kältewelle hat auch in Griechenland und auf der Mittelmeerinsel Zypern den Verkehr stark beeinträchtigt. Im Norden Griechenlands schneite es nach Fernsehberichten am Mittwoch ununterbrochen. Zahlreiche Hauptstraßen im Raum Thessaloniki wurden gesperrt. Probleme gab es auch im Luftverkehr. Der Flughafen der Hafenstadt Kavala war vorübergehend geschlossen. Auf der Landebahn lag eine 30 Zentimeter dicke Schneedecke. Starker Schneefall wurde außerdem aus den Gebirgsregionen Zyperns gemeldet.

Verkehr in Tschechien teilweise lahmgelegt

Intensiver Schneefall und Verwehungen haben in Tschechien den Verkehr stellenweise lahm gelegt. Allein in Prag seien in der Nacht auf Mittwoch etwa 15 Zentimeter Neuschnee gefallen, meldete die Nachrichtenagentur CTK. Der internationale Flughafen Prag-Ruzyne habe mehrere Flüge absagen müssen. An einigen Grenzübergängen zum deutschen Bundesland Sachsen ließen die Zollbeamten nur Lastwagen mit Schneeketten passieren, an zahlreichen Übergängen zu Bayern bildeten sich auf tschechischer Seite lange Warteschlangen. Landesweit kam es zu zahlreichen Unfällen. (APA/dpa)

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