Chaos in Weiß prolongiert

8. Jänner 2004, 19:28
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Schnee und glatte Fahrbahnen führten zu zahlreichen Verkehrbehinderungen - Massenunfall auf der Brennerautobahn

Wien - Schwierige Straßenverhältnisse haben Mittwoch früh, am ersten Tag nach den Weihnachtsferien, zu schweren Verkehrsunfällen in Salzburg und Tirol geführt: Auf der Westautobahn (A1) bei Thalgau wurde ein Gendarm beim Absichern einer Unfallstelle von einem schleudernden Pkw erfasst und schwer verletzt. Auf der Brennerautobahn bei Schönberg durchbrach ein Lkw, der trotz eines Tempos von nur 40 km/h ins Schleudern gekommen war, die Mittelleitschiene. Sechs nachkommende Pkw fuhren auf. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

Langsames Vorwärtskommen

Neuerliche Schneefälle führten vor allem in Ober- und Niederösterreich sowie in Wien dazu, dass Autos auf den Straßen nur langsam vorankamen und in der Folge viele Menschen mit Verspätung an ihren Arbeitsplätzen eintrafen. In Wien brauchten die Autofahrer in der Früh vor allem in den Einfahrtsstraßen Geduld. Hochbetrieb hatten Pannenfahrer.

Etliche "Ausrutscher"

Bei widrigen Verhältnissen mit teilweise glatten Fahrbahnen kam es in Oberösterreich zwar zu etlichen "Ausrutschern", schwerere Unfälle gab es aber nicht. Die dicke Schneeschicht ließ auf den meisten Straßen Oberösterreichs nur Schritt-Tempo zu, staubedingte Wartezeiten mussten in Kauf genommen werden. Von Seiten der Verkehrsabteilung des Landesgendarmeriekommandos gab es am Vormittag quasi ein Lob für die Autofahrer: "Trotz eines - bedingt durch den ersten Schultag nach den Weihnachtsferien - deutlich stärkeren Verkehrsaufkommens waren die meisten Lenker den winterlichen Fahrverhältnissen angepasst und entsprechend langsam und rücksichtsvoll unterwegs", so die Gendarmerie.

An die 15 Zentimeter Neuschnee

Bis zu 15 Zentimeter betrug der Neuschneezuwachs in Niederösterreich. Die Fahrbedingungen im gesamten Straßennetz des Landes waren winterlich. Räum- und Streufahrzeuge standen im Großeinsatz. Auf zahlreichen Bundes- und Landesstraßen bestand Kettenpflicht für Lkw. Die Passagiere eines in der Nacht mit Motorschaden auf der Westautobahn bei Melk liegen gebliebenen deutschen Busses wurden bei minus 15 Grad vom Roten Kreuz in Obhut genommen: Die 37 Erwachsenen und acht Kinder wurden in der Bezirkszentrale mit Tee versorgt.

Züge in Ostösterreich hatten durchschnittlich zehn bis 15 Minuten Verspätung, die Flugzeuge in Schwechat 20 bis 60 Minuten . Vereinzelt gab es Ausfälle, zurückzuführen auf das Wetter und Rotationsprobleme. (APA)

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    Ein Fiaker kaempft sich durch das Schneetreiben am Wiener Heldenplatz

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