Koubek out, Melzer Österreichs Bester

8. Jänner 2004, 22:31
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Doha: Schmerzhaftes Aus im Achtelfinale gegen Koreaner Lee - Melzer in Österreich Nummer eins

Doha - Stefan Koubek hat nach seinem Überraschungserfolg zum Auftakt des mit einer Million Dollar dotierten ATP-Tennisturniers in Doha gegen den als Nummer drei gesetzten Australier Mark Philippoussis nun in der zweiten Runde eine Niederlage kassiert. Der Kärntner unterlag am Mittwoch im Achtelfinale dem Südkoreaner Hyung-Taik Lee mit 4:6,4:6. Koubek, der im Vorjahr das Turnier in Doha gewonnen hatte, verliert damit auch die Nummer-eins-Position in Österreich, die Jürgen Melzer erstmals und quasi kampflos übernimmt.

Hyung-Taik Lee hat im Vorjahr das ATP-Turnier in Sydney gewonnen und Koubek bereits vor einem Monat bei der tele.ring-Trophy in St. Anton am Arlberg besiegt. Dem 27-jährigen Koubek - aktuelle Nummer 53 der Entry List - fallen am Montag 225 Zähler aus der Wertung, er wird sich auf einer Position um 83 einordnen. Damit ist Melzer erstmals die Nummer eins in Österreich.

"Schmerzhafte Erkenntnis"

Auf seinem Tour-Tagebuch auf www.tennisweb.at ließ Koubek seinem Ärger über die Niederlage freien Lauf: "Ein schlechter Tag, ich bin um mehr als 200 Punkte ärmer und um eine schmerzhafte Erkenntnis reicher. Es gibt nicht viel dran herumzudrehen: Ein Koubek-Sieg wäre heute ungerecht gewesen. Hyung Taik Lee war von diesen beiden Spielern heute auf dem Platz in Doha der bessere. Das klingt zwar nicht wahnsinnig toll, aber es ist die Wahrheit."

Und der Kärntner fragte sich, was sich viele fragen: "Wie gibt's das, dass gestern einer den Wimbledon-Finalisten rausnimmt und heute gegen einen Südkoreaner die Gurke kriegt? Und ich kann keinem böse sein, der da jetzt den Kopf schüttelt. Ich sitz' jetzt selber da herunten in Doha und schüttel' den Kopf..." Ausreden für die Niederlage suchte er nicht, aber Gründe gab es: "Lee bewegt sich extrem gut und spielt schnell, grad, flach von hinten. Wenn er's trifft, und heute hat er's getroffen, kann der nicht nur einen Koubek, sondern auch einen Roddick, einen Ferrero schlagen.

Der Rückfall um rund 30 Plätze im Ranking bedeutet nun auch, dass er "fürs Frühjahr keinen Turnierplan machen kann, sondern kurzfristig schauen muss, wo ich reinkomm' - und es heißt wohl auch, dass ich in Qualis muss. Und dass der Weg in die Top 50 ein breiter ist." (APA)

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    Erfolg und Misserfolg für Stefan Koubek in Doha.

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