"Verehrt und Verfemt"

11. Jänner 2004, 21:06
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Ausstellung in Frankfurt beleuchtet zwiespältiges Verhältnis der Deutschen zu Chagall

Frankfurt/Main - Unter dem Titel "Verehrt und Verfemt - Chagall und Deutschland" steht eine Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt vom 1. Februar bis zum 18. April. Die Schau soll dokumentieren, wie Chagall in der Weimarer Republik von deutschen Sammlern entdeckt und dann in der Nazi-Zeit zu einem Inbegriff des "entarteten Künstlers" wurde, teilte das Museum am Dienstag mit. Nach 1945 dann seien Chagalls biblische Botschaften beim verunsicherten deutschen Publikum zum Zeichen des Friedens und er selbst zum Symbol der Versöhnung geworden. Das Museum will außerdem der Frage nachgehen, warum der 1887 in Russland geborene Maler zu einem Lieblingskünstler der Deutschen wurde. Neben bekannten Gemälden und Grafiken seien auch bisher in Deutschland noch nicht gezeigte Bilder zu sehen.

Die gemeinsam mit der Stiftung "Brandenburger Tor" organisierte Schau ist anschließend vom 1. Mai bis 1. August 2004 in Berlin im Max Liebermann Haus zu sehen. (APA/dpa)

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http://www.juedischesmuseum.de" target="_blank">Jüdisches Museum Frankfurt

  • Merkur und der Holzfäller, 1926 (Detail), Privatbesitz
    foto: jüdisches museum frankfurt

    Merkur und der Holzfäller, 1926 (Detail), Privatbesitz

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