"Bombe" war ein Ortungsgerät

8. Jänner 2004, 14:02
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Mann wollte Gattin überwachen

Klagenfurt - Ein Ortungsgerät war Auslöser für einen Bombenalarm in der Klagenfurter Innenstadt am Montagabend. Eine Frau hatte einen verdächtigen Gegenstand im Motorraum ihres Autos gefunden und schlug Alarm. Wie sich am Dienstag herausstellte, handelte es sich jedoch um ein Peilgerät, das ihr Noch-Ehemann im Wagen angebracht hatte. Der "Rosenkrieg" des Paares dauert bereits ein Jahr.

Der Mann gab laut Angaben der Polizei zu, dass er für den Einbau des Gerätes verantwortlich gewesen sei. "Er wollte den Standort des Wagens seiner Frau bestimmen", so Polizeijurist Heinz Schiestl. Das Gerät in dem Auto funktioniert auf Basis des GPS-Systems, über eine Handyfrequenz werden Signale abgegeben, mit denen der Standort bestimmt werden kann. Das Gerät ist im Handel frei erhältlich, was der Mann damit erreichen habe wollen, sei allerdings noch unklar.

Der Einbau war professionell vorgenommen worden, die Polizei vermutet, dass ein Privatdetektiv das Gerät installiert haben könnte. Ob der Mann damit überhaupt einen Straftatbestand gesetzt hat, war zunächst vorerst völlig unklar. Da er einen Schlüssel für das Auto besitzt und aus dem Fahrzeug nichts fehlt, ist es kein Einbruchsdiebstahl. (APA, simo, Der Standard, Printausgabe, 07.01.2004)

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