Internet setzt Kurzwelle unter Druck

14. Jänner 2004, 10:26
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Sender aus Irland, Norwegen und Dänemark stellen Übertragungen ein

Das Internet setzt die Kurzwelle weiter unter Druck: Zum Jahresbeginn haben drei Sender ihren Übertragungen auf Kurzwelle eingestellt und die Hörer auf das Internet oder Satellitenempfang verwiesen, wie der Fachdienst dxing.info berichtet. Dabei handelt es sich um das irische Radio Telefis Eireann (RTE), das norwegische Norsk Rikskringkasting (NRK) und das dänische Danmarks Radio (DR).

Historisch überholt

Die Sender erklärten die Kurzwelle für historisch überholt und begründeten ihre Entscheidung mit der Notwendigkeit, Kosten einzusparen. "Die Kurzwelle ist ein bedeutender und wichtiger Teil der Geschichte von NRK", erklärte der Vertriebschef des norwegischen Senders, Petter Hox. "Man muss aber realistisch sein. Kurzwellensendungen sind nicht die Zukunft."

Digitalisierung des AM-Rundfunks

Die Kurzwellenszene setzt ihre Hoffnungen jetzt verstärkt auf die Digitalisierung des AM-Rundfunks: Der im Juni 2003 eingeführte Standard Digital Radio Mondiale (DRM) soll den Hörern der störanfälligen Lang-, Mittel- und Kurzwelle einen Empfang in annähernder UKW-Qualität ermöglichen. Bislang ist das Angebot an DRM-Sendern noch relativ gering; zudem läuft die Entwicklung serienmäßiger DRM-Empfangsgeräte nur langsam an.(APA/AP)

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