Pressestimme: "Als wenn Bush das alte Europa bestiehlt"

21. Jänner 2004, 09:10
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Pariser Finanzblatt "La Tribune" kommentiert am Dienstag den Höhenflug des Euro im Vergleich zum US-Dollar

"Nichts kann den Wertverlust des Dollar aufhalten, denn George W. Bush hat es so beschlossen. (...) Das ist etwa so, als ob Bush beschlossen hätte, das Geld des 'alten Europa' zu stehlen, um seinen Wahlkampf zu finanzieren, dessen Motor von der Finanzpumpe des Schwindel erregenden amerikanischen Defizits finanziert wird. Man muss dazu sagen, dass der niedrige Dollar ein unverhofftes Riesenglück für die amerikanischen Unternehmen ist, die sich offen die Hände reiben. (...) Dabei lässt es sie kalt, dass Europa seinen Ausweg aus der Krise von diesem Fall der grünen Währung behindert sieht. Nur eine allgemeine Wirtschaftskrise, die die Geldbörse der Amerikaner trifft, könnte jetzt noch den Kursrutsch stoppen. Doch die Furcht davor ist noch zu gering, als dass George W. Bush ihr die mindeste Aufmerksamkeit schenken könnte." (APA/dpa)
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