Tauwetter zwischen Kairo und Teheran

8. Jänner 2004, 10:41
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Nach Sadat-Mörder benannte Straße in Teheran wurde umgetauft

Teheran/Kairo - Der ägyptische Außenminister Ahmed Maher hat zwar am Dienstag die sofortige Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Iran und Ägypten dementiert, die von der iranischen Nachrichtenagentur Irna bereits gemeldet wurde. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte Maher in Kairo. Aber vieles deutete am Dienstag darauf hin, dass eine Normalisierung bevorsteht.

Als einen von Ägypten verlangten Schritt hatte zuvor der Teheraner Stadtrat eine Straße umbenannt, die den Namen des Mörders von Ägyptens Präsident Anwar al-Sadat, Khaled Islambouli, trug. Die iranische Regierung hatte 1979 die Beziehungen zu Kairo aus Protest gegen den ägyptischen Frieden mit Israel abgebrochen. Sadat wurde deswegen 1981 ermordet.

Maher war von der Irna mit den Worten zitiert worden, das Camp-David-Abkommen existiere nicht mehr, es sei "nur mehr ein Stück Vergangenheit". Was jetzt zähle, seien die Interessen des Iran und Ägyptens. (Reuters, AFP, dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 7.1.2004)

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