Arbeitslosigkeit: Deutlicher Anstieg auch in Wien

5. Jänner 2004, 18:31
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Frauen und Ausländer besonders betroffen

Wien - Das AMS Wien hat am Montagnachmittag die Details zum Wiener Arbeitsmarkt im Dezember veröffentlicht: Demnach waren Ende des Monats insgesamt 94.125 arbeitslose Personen gemeldet. Damit hat sich die Arbeitslosigkeit in Wien gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 10.257 Personen oder 12,2 Prozent erhöht. Überdurchschnittlich hoch sind die Zahlen bei ausländischen Vorgemerkten: 23.179 von ihnen waren Ende Dezember arbeitslos gemeldet, das sind um 2.921 Personen (14,4 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Rückgang an offenen Stellen

Einen Rückgang gab es in Wien bei den offenen Stellen: Dem AMS waren Ende Dezember 1.902 Stellen gemeldet, um 359 (minus 15,9 Prozent) weniger als im Dezember des Vorjahres. Die Zahl der in AMS-Schulungen befindlichen Personen betrug Ende Dezember 11.093, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von minus 6,8 Prozent bedeutet.

Haupterwerbsalter

Die Arbeitslosigkeit im Haupterwerbsalter (25 bis unter 45 Jahre) stieg in Wien auch diesmal wieder gegenüber dem Vorjahr prozentuell am stärksten an: Um 6.142 oder 13,8 Prozent auf 50.705 Personen. Frauen in dieser Altersgruppe waren mit plus 16 Prozent auf 19.994 Personen vom Anstieg wieder stärker betroffen als Männer.

Jugend

Gleich nach der Arbeitslosigkeit im Haupterwerbsalter rangiert der Anstieg bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen: In der Altersgruppe der 15- bis unter 25-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit um 1.324 oder 13,7 Prozent auf 11.021 Personen an. Auch der Anstieg in dieser Altersgruppe ging eher zu Lasten der Frauen. Ende Dezember waren zudem 1.085 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle, um 3,8 Prozent oder 40 Personen mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Folgende wichtige Berufsgruppen waren in Wien vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat unter anderem betroffen: Reinigung (6.869 Personen, plus 1.182 oder 20,8 Prozent), Lehr-/Kulturberufe (3.977 Personen, plus 666 oder 20,1 Prozent), Fremdenverkehr (8.859 Personen, plus 1.275 oder 16,8 Prozent) sowie der Handel (9.218 Personen, plus 1.242 oder 15,6 Prozent). (APA)

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