Wintereinbruch mit Massenkarambolagen

7. Jänner 2004, 19:42
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Fünf Verletzte bei Karambolagen mit zehn Fahrzeugen auf A2

Wien bis Bregenz - Dichteste Schneefälle, rutschige Fahrbahnen - am Schlimmsten war es auf der Südautobahn: Am Vormittag des Dreikönigstages musste die A2 im Wechselabschnitt wieder gesperrt werden. Nach einem Auffahrunfall zwischen Grimmenstein und Aspang (Fahrtrichtung Graz) folgten gleich noch zwei Karambolagen - insgesamt waren zehn Fahrzeuge im Blechsalat verwickelt.

Schon am Tag davor hatte es eine Massenkarambolage auf der Südautobahn im Bezirk Hartberg gegeben. Auch am Montag waren zehn Fahrzeuge in den Unfall verwickelt, die Südautobahn musste ebenfalls mehrere Stunden gesperrt werden. Zwei Menschen mussten mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Verkehrsbehinderungen auch in Salzburg und im angrenzenden Bayern: Wegen der Schneeglätte musste am Montag die Durchfahrt für Lkw durch das "Kleine Deutsche Eck" in Bayern gesperrt werden. Auf der Tauernautobahn bei Flachwinkel (Pongau) in Fahrtrichtung Villach blockierten hängen gebliebene Lastwagen die Anfahrt zum Tauerntunnel. Im Flachgau stürzte bei St. Gilgen ein Lkw auf die Fahrbahn.

Dazu Blockabfertigung des Reiseverkehrs auf der Tauernautobahn vor dem Katschbergtunnel in Fahrtrichtung Salzburg. Viele Urlauber aus den Niederlanden und Italien - vor allem jene in Wohnmobilen - waren mit Sommerreifen unterwegs und blieben hängen. Am Dreikönigstag wurde dann im steirischen Oberland und in Kärnten vor erhöhter Lawinengefahr gewarnt.

Flieger am Boden

Die bis zu 25 Zentimeter Neuschnee im Raum Wien sorgten auch am Flughafen Wien-Schwechat für massive Probleme. Bis Montagabend blieben rund 50 Flugzeuge am Boden. Zahlreiche andere hatten Verspätungen von über einer Stunde. Betroffen waren etwa die einzigen Direktflüge der AUA nach Washington und Tokio. Eine Mitarbeiterin am Montag: "Heute ist eigentlich gar nichts normal." Zwischen 10 und 13.30 Uhr sei beinahe jede Maschine verspätet gewesen, mitunter mehr als eine Stunde. Dazu kamen zahlreiche Umleitungen auf andere Flughäfen.

In der Bundeshauptstadt selbst kam die Schneeräumung nur sehr zögerlich ins Schaufeln. Vor allem eine Unzahl an Gehsteigen blieb den ganzen Tag über unangetastet. Die Gewerkschaft kritisierte: Man sehe nun sehr gut, welches Haus noch einen Hausbesorger habe und welches nicht. (APA, frei, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 7.1.2004)

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